Camino T13 von Sahagún nach Reliegos

Von Sahagún nach Reliegos

Den heutigen Tag brauche ich nicht noch einmal! Höchsttemperatur heute 4 Grad! Dazu dauerhaft Sturmböen. Die gut 30km kamen mir wie eine Ewigkeit vor! Jetzt bin ich ja auf dem Camino Frances unterwegs. Hier gibt es viele Pilger. Ich sehe am Tag um die 30. Leider ist die Einkaufstüten nicht viel besser. Viele kochen sich einfach Nudeln oder schnippeln Gemüse. Auch sehr beliebt ist die Fertigmahlzeit aus dem Becher. Das wirkt auf mich ziemlich traurig, zumal Spanien kulinarisch viel zu bieten hat.

Durch die vielen Pilger entsteht jetzt ein neues Problem: Die Schlafplätze sind knapp. Viele stehen früh morgens auf und gehen zur gewünschten Herberge und warten dort vor der Tür einige Stunden, um sich einen Platz zu sichern. Auch hat die Freundlichkeit der Gastwirte und Herbergsbetreiber an Herzlichkeit verloren. Das Ganze wird den Geschmack den Massentourismus nicht los. Von Nächstenliebe oder Frömmigkeit ist hier nicht mehr viel zu sehen. Da war der Camino de Madrid von ganz anderer Natur. Jetzt liege ich in meinem Bett, das ich glücklich bin zu haben, in einem sehr vollen, kalten und klammen Schlafsaal und warte lediglich darauf, dass der Schlaf mich umarmt. Es gibt allerdings auch gute Neuigkeiten: Die Hälfte der Gesamtstrecke liegt nun hinter mir! 

Impressions

Camino T13

From Sahagún to Reliegos

I don’t need another day like today! Today’s maximum temperature was 4 degrees Celsius! Plus, constant gusts of wind. The roughly 30km felt like an eternity to me! Now I’m on the Camino Francés. There are many pilgrims here. I see around 30 a day. Unfortunately, the quality of the grocery bags isn’t much better. Many simply cook noodles or chop vegetables. Also very popular is the ready-made meal in a cup. This seems quite sad to me, especially since Spain has so much to offer culinarily. Due to the many pilgrims, a new problem arises: accommodation is scarce. Many wake up early in the morning and go to the desired hostel, waiting outside the door for several hours to secure a spot. Also, the kindness of the innkeepers and hostel operators has lost its warmth. The whole thing can’t shake off the taste of mass tourism. There’s not much love or piety to be seen here anymore. The Camino de Madrid was of a completely different nature in that regard. Now I’m lying in my bed, grateful to have it, in a very crowded, cold, and damp dormitory, simply waiting for sleep to embrace me. However, there is also good news: Half of the total distance is now behind me!


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